Samstag, 27. Oktober 2012

Kinder im Dorf bei Mount Ramelau

 Kinder in Timor-Leste sind immer wild darauf, fotografiert zu werden. Nach dem "Dreh" habe ich beiden das Video auf dem Bildschirm der Videokamera gezeigt. Sie waren sehr fasziniert davon, sich selber auf Video zu sehen.

Coubaner

Und, by the way, viele, liebe Gruesse an die Coubaner!! Euch ein wunderschoens Wochenende, wir denken an Euch!

Hallo aus Siem Reap, Kambodscha



So, endlich habe ich mal wieder Musse mich hinzusetzen und ein bisschen Blog zu schreiben. Das ist ja schon wieder eine Weile her…. Eigentlich ist es ja immer ein gutes Zeichen, wenn die Zeit schnell vergeht und das ist definitiv so momentan.
In Timor kehrt langsam so etwas wie Alltag ein, wir haben uns grob im Haus eingerichtet, nun kommen peu a peu weitere Moebel dazu, aber das Grundequipment steht. Ich kenne alle meine Kollegen beim Namen und muss keine hundert Fragen am Tag mehr stellen, sondern ein paar weniger, ich habe zwar noch oft einen Knoten in der Zunge, aber nicht mehr permament, alles wird vertrauter. Wir lernen langsam unsere Nachbarn besser kennen, mittlerweile ergibt sich ab und zu ein kleines Gespraech und wir haben ein paar nette Kollegen vom Tetum-Kurs und von Holgers und meiner Arbeit, mit denen man abends mal ganz gut ein Bierchen trinken kann (ein Mix aus Deutschen, einer Oesterreicherin, einem Japaner, 2 Koreanern, 2 Neuseelaendern und Australiern). Ja, alles wird gewohnter. Fuer mich ist es schoen nun in so eine Phase zu kommen. Das Wetter in Timor ist mittlerweile echt heiss geworden, im November beginnt die Regenzeit und es wird zunehmend schwueler und die Tenmperaturen liegen bei 30 Grad.
Vorletztes Wochenende haben wir einen spannenden Ausflug gemacht, Holger und ich sind mit einer kleinen Gruppe von 8 Leuten zum Mount Ramelau, dem hoechsten Berg in Timor gefahren. Das war sehr beeindruckend. Die Fahrt hat sechs Stunden gedauert und hat ueber kleine Straesschen vorbei an Kaffeebaeumen ueber kleine Bergdoerfer gefuehrt und vielfach habe ich mich gewundert wo ueberall in Timor versteckt Doerfer liegen. Das ist sehr erstaunlich. Im Dorf sind wir dann von einer Marienprozession begruesst worden, die die Statue zu unserem Guesthouse getrasgen haben um unseren Aufenthalt im Ort zu segnen. Am naechsten Tag bin ich mit Holger, einer Oesterreicherin und unserem Guide um drei Uhr aufgebrochen (ich glaube so frueh bin ich noch nie in meinem Leben aufgestanden) um den Berg zu besteigen. Weit und breit kein Licht und ein strahlender Sternenhimmel. Eine zweite Gruppe wollte sich zu einem Treffounkt fahren lassen, da aber spontan der Fahrer krank war, musste unser Guide noch einmal zurueck und wir hingen ne Stunde auf dem Berg. Als alle fast eingenickt waren wurden wir von einem Timoresen geweckt, der gerade dabei war ein Pferd einzufangen ,was da rumcruste. Ich fuer meinen Teil war dann wieder wach. Netterweise hat er uns dann ein Feuer gemacht, das hat das Warten versuesst. Gegen halb 5 sind wir dann mit der ganzen Gruppe los, hatten noch gut eineinhalb Stunden Aufstieg vor uns und sind fast zum Sonnenaufgang oben angekommen. Gigantisch schoen, Wolken, Berge, Weitblick. Siehe Fotos…und drei Tage Beinmuskelkater. Warum ich eigent;lich aus Kambodscha schreibe, berichte ich naechste Woche, jeztt ist Zeit zum Abendessen.
Vorab aber schon mal ein paar Fotos zum neugierig werden.

Schoene Gruesse!
Pia
Holger auf dem Mount Ramelau



Ueber den Wolken...

Buddistischer Vorgarten vor einem Tempel in Siem Reap/Kambodscha

Krokodilfarm in Siem Reap...waaah

Angkor Thom, Stadt aus dem 13. Jhd. in Kambodscha

Eingang zu Ankor Thom

Toeroeoeoeo!

Impressionen aus Angkor Thom

Meine timoresischen Mitreisenden

Pia und 2 timoresische Mitreisende

Ein Eindruck von Angkor Wat

Buddhistische Moenche in Angkor Wat

Freitag, 26. Oktober 2012

Reise zu Mount Ramelau


      




Zwischenstopp auf dem Weg nach Mount Ramelau.  Straße relativ gut und auch an den Seiten befestigt. Vegetation viel grüner als "unten"
  
Kinder in einem Dorf bei Mount Ramelau. Immer auf Bilderjagd....

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Eindrücke

Long time, no hear. Unser Haus habt Ihr ja schon von außen gesehen. Fangen wir also mit einem Inneneindruck vom Badezimmer an.



Montag, 24. September 2012

Bonoiti hotu hotu (= Hallo / Guten Abend an alle)




Bei uns klingt gerade das Wochenende aus und jetzt habe ich die Muse ein paar meiner Eindruecke aufzuschreiben um sie morgen an Euch zu schicken.
Wir geniessen momentan vor allem unser Haeuschen, Platz, Gestaltungsmoeglichkeit, Ruhe und Improvisation (siehe Foto). Die wichtigsten Moebel und Gegenstaende zum Leben wie Bett, Pfanne, Stuehle, etc. sind da, die meisten Moebel werden wir jetzt nach und nach sammeln. Ein guter Start war der Kauf von 6 Stuehlen aus Indien von einer Kollegin, die bald nach Deutschland zurueck kehrt. Letzte Woche haben wir eine kleine “House-warming-Party” gemacht, beim Tetumkurs haben wir zwei nette Koreaner und zwei nette Neuseelaender kennen gelernt und ein paar meiner Kollegen+Freunde+Freunde von Freunden waren da. Das australische Feste-feiern-Prinzip “Bring a Plate”-Jeder bringt etwas zu essen mit, hat dabei fuer einen guten Mix an Koestlichkeiten gesorgt. Langsam faengt auch der erste Kontakt zu den Nachbarn an, wir wurden heute eingeladen jederzeit zum Tetum ueben vorbei zu kommen. Sowas freut mich, denn der erste Eindruck von Dili zeigt, dass es eher einfach ist Kontakt zu “Internationals”, die auch in Timor arbeiten, zu bekommen, als zu Timoresen. In den Restaurants und Cafes, in denen Malae (Auslaender) sich treffen, findet man eher selten Timoresen, da die Preise budgetmaessig fuer die meisten Timoresen nicht erschwinglich ist. Nachbarschaft ist also ein toller Anknuepfungspunkt fuer Kontake. Laangsam bessern sich auch meine Sprachkenntnisse. Klar ist es muehsam, aber ich merke schon kleine Fortschritte. Es scheint machbar zu sein.
Vor zwei Wochen haben wir mit einer Kollegin ein Sonntagstourchen gemacht und haben uns die Nachbarstaedte von Dili in den Bergen angeschaut. Die meiste Zeit hatte man eine grandiose Aussicht auf die huegelige mit Baeumen, Palmen und Bambus uebersaehte, momentan sehr trockene Landschaft, die Regenzeit beginnt im November. Verblueffend schoen war das Tal, das Ihr auf dem Foto sehen koennt. Unterwegs haben wir mehrfach Kaffee gesehen, der hier in vielen Regionen waechst und oft auf der Strasse getrocknet wird. Zudem haben wir uns zwei Jugendzentrum aus meinem Projekt angeschaut die auf dem Weg lagen.
Die letzten Wochen hatte ich im Projekt immer wieder die Gelegenheit mir einige Projekte anzuschauen, u.a. war ich in einem Jugendzentrum namens “Oasis” in Baucau, dort starten gerade neue Jugendgruppen (Journalismus, Englisch, PC-Kurs, Movie Club, etc), in der Szene auf dem Foto erklaert meine Kollegin gerade den Jugendgruppenleitern die Abrechnungsprozedur der Projektmittel. Ich habe davon ca. 2 Prozent auf Tetum verstanden… Anfang der Woche war ich bei der Chega-Exhibition. Diese Ausstellung beschaeftigt sich mit der Geschichte von Timor und den Menschenrechtsverletzungen in der indonesischen Besatzungszeit. Damit die Themen fuer Kinder und Jugendliche zugaenglicher sind, wurden daraus Comicbuecher entwickelt, eine grandiose Idee, wie ich finde. Momentan gibt es eine Wanderausstellung, so dass auch die Menschen in den Distrikten erreicht werden und das war bei der Eroeffnung solch einer Wanderausstellung.
Eine weitere spannende Sache diese Woche war das “Action Asia Peacebuilder-Forum”, in dem Teilnehmer aus ganz Asien zusammen gekommen sind, von Nepal, ueber China, Kambodscha, Bangladesh, bis hin zu, natuerlich, vielen Teilnehmern aus Timor-Leste. Der bunte Mix an Leuten war toll und es wurden verschiedene Projekte vorgestellt und diskutiert. Am Freitag gab es eine Rede von Jose Ramos Horta, dem ehemaligen Praesidenten und Friedensnobelpreistrager von Timor. Seine Hauptthesen waren, dass Asien eine gemeinsame Union braucht so wie Europa oder Afrika und sich dem Thema Klimawandel zuwenden muss und zwar in einer konstruktiven Art und Weise, anstatt mit gegenseitigen Beschuldigungen zu arbeiten. Zu Timor hat er besonders die Bildung erwaehnt, dass zwar nun viele Schulen gut ausgestattet sind, aber die Qualitaet der Bildung ein grosses Problem ist. Auf das Thema “Staatshaushalt”, der zu 95 Prozent aus Oeleinnahmen besteht (!), ist er nicht eingegangen. 

So Ihr Lieben, viele Gruesse aus Timor, lasst von Euch hoeren und lassts Euch gut gehen! Bis bald, Pia